FAQ Generalsanierung Forum
Grundlagen
Seit fast 40 Jahren prägen Veranstaltungen im Forum am Schlosspark das Stadtleben. Der jahrzehntelange Betrieb hat deutliche Spuren hinterlassen. Die Gebäudetechnik und das komplette Leitungssystem sind weit über ihre Lebenszyklen hinaus, Ersatzteile nicht mehr verfügbar.
Hinzu kommen gestiegene Anforderungen an den Brandschutz und denkmalrechtliche Vorschriften, die jeweils zu beachten sind. Diese Gegebenheiten machen eine Generalsanierung erforderlich.
2019
Während Umbauten werden erhebliche bauliche Mängel festgestellt. Es folgt die ganzheitlichen Gesamtbetrachtung als erster Schritt des Sanierungsvorhabens.
2024
Das Forum wird Kulturdenkmal. Das Landesamt für Denkmalpflege nimmt das Kultur- und Kongresszentrum in die Denkmalliste auf. Der neue Status als Kulturdenkmal macht eine Überarbeitung der Planung in Abstimmung mit der Denkmalpflege erforderlich.
2025 und 2026
Die überarbeitete Entwurfsplanung liegt vor. Die externe Prüfung durch das Controlling ist erfolgt.
Das Forum wurde im Jahr 1988 in Betrieb genommen. Viele technische Anlagen (z.B. Heizung, Lüftung, Bühnentechnik) sowie das gesamte Leitungs- und Kabelnetz stammt noch aus dieser Zeit. In den letzten Jahren nahmen die Schäden und Ausfälle stetig zu, für viele Gewerke gibt es keine Ersatzteile oder Wartungsmöglichkeiten mehr.
Das Forum ist ein hochkomplexes Gebäude, bei dem sich die Leitungen und Kabelwege quer durch alle Bauteile ziehen. Bei Arbeiten in einem Bauteil ist unweigerlich das gesamte Gebäude betroffen.
Gleichzeitig ist die Dimension des Gebäudes enorm. Es enthält z.B. 20.000 m² Lüftungskanäle, 500 km Elektro- und EDV-Leitungen sowie 7 km Wasserleitungen. Dementsprechend groß ist die Mängelliste der Infrastruktur, es kommt auch bereits zu Störungen und Ausfällen im Hintergrund einer Veranstaltung.
In einer Veranstaltungsstätte wie dem Forum gibt es technische Einrichtungen, deren Funktionsfähigkeit für einen Betrieb des Gebäudes zwingend erforderlich ist. Die Lebenserwartung dieser Einrichtungen liegt im Normalfall bei rund 25 Jahren und ist zwischenzeitlich weit überschritten. Bei einem Ausfall einer Einrichtung ist der Betrieb des Forums unmittelbar einzustellen, je nach Schadensausmaß kann dies auch eine monatelange Unterbrechung nach sich ziehen. Eine vorrausschauende Sanierung ist daher unerlässlich.
Zum Dritten ist die Beseitigung aller Brandschutzmängel eine grundlegende Verpflichtung für die Stadt. Auch diese Mängel ziehen sich durch das gesamte Gebäude hindurch. Oftmals sind die Mängel hinter Leitungen oder Kabelwegen verborgen, die vor der Reparatur aufwändig zurückgebaut werden müssen. Ein Wiedereinbau sollte auf jeden Fall mit neuer Technik und Materialien erfolgen.
Diese zentrale Frage wurde von Anfang an sehr intensiv mitgedacht und berücksichtigt. Unter Beteiligung vieler Experten und Fachplaner wurde geprüft, wie die Schließzeit so kurz wie möglich gehalten werden kann. Dabei wurden auch alternative Konzepte wie eine abschnittsweise Sanierung oder eine wechselnde Sanierung von Bürger- und Theatersaal geprüft. Die komplette Schließung des Gebäudes über einen Zeitraum von gut 5 Jahren hat sich dabei als die Variante mit der geringsten Schließzeit herausgestellt. Es hat sich deutlich gezeigt, dass alle anderen Sanierungskonzepte deutlich teurer wären und es in der Gesamtheit zu längeren Schließzeiten und Betriebseinschränkungen des Forums kommen würde. Auch die technische Machbarkeit wäre nicht immer gegeben. Die Generalsanierung mit einer Gesamtschließzeit von gut 5 Jahren ist die einzige realisierbare Variante.
Finanzierung
Das Forum ist der zentrale Ort für die Schlossfestspiele und die Spielzeit. Gibt es während der Schließzeit des Forums ein alternatives Programm?
Das kulturelle Programm des Forums soll unbedingt auch während der Sanierungszeit beibehalten werden. Daher arbeitet der Fachbereich Kunst und Kultur an einem Konzept für das sogenannte „Zwischenspiel“. Geplant ist eine Aufteilung der bisherigen Veranstaltungen auf verschiedene andere Veranstaltungsstätten in der Stadt, z.B. die Karlskaserne, die Friedenskirche oder den Louis-Bührer-Saal.


